Welchen Effekt hat die Fussreflexzonentherapie?

Die Fussreflexzonentherapie ist eine besondere Therapieform, die nicht in jedem Massagestudio in Bern angeboten wird. Wie die Bezeichnung vermuten lässt, konzentriert sich der Therapeut dabei auf die Füsse des Patienten. Das Ziel besteht jedoch nicht darin, die Durchblutung der Fussmuskulatur zu verbessern – die Reflexzonentherapie ist ein ganzheitlicher Behandlungsansatz, der auf eine jahrtausendealte indianische Tradition zurückgeht.

Der Reflexzonenmassage liegt die Erkenntnis zugrunde, dass das seitliche Fussprofil eines Menschen seiner sitzenden Silhouette entspricht. Der grosse Zeh bildet den Kopf ab, der Ballen wird als Krümmung der Wirbelsäule betrachtet. Der linke Fuss entspricht dabei der linken Körperhälfte, der rechte Fuss der rechten. Alle Organe finden in den jeweiligen Reflexzonen der Füsse ihre Entsprechung. Paarig angelegte Organe (z.B. Lungenflügel oder Nieren) sind an beiden Füssen vorhanden.

Fussreflexzonentherapie1

Mithilfe der Fussreflexzonentherapie lassen sich belastete Körperzonen lokalisieren und Hinweise auf beginnende oder bereits bestehende Krankheiten finden. Darüber hinaus dient die „Fussreflex“ der Stärkung der Selbstheilungskräfte. Auch wenn bisher keine wissenschaftlichen Studien zur Fussreflexzonenmassage existieren, berichten Heilpraktiker, Masseure und Patienten übereinstimmend von guten Therapieerfolgen.

 

Wie läuft eine Fussreflexzonentherapie ab?

Wie die klassische und die medizinische Massage gehört auch die Fußreflexzonentherapie zu den manuellen Therapieformen. Der Therapeut drückt, knetet oder streicht die Reflexpunkte des Patienten in einer zuvor festgelegten Reihenfolge. Dabei achtet er auf Verhärtungen, die Atem- und Pulsfrequenz, die Beschaffenheit von Nägeln und Haut sowie auf vegetative Reaktionen (z.B. gesteigerte Atmung oder vermehrtes Schwitzen).

Fussreflexzonentherapie2

Eine Massagebehandlung dauert etwa 30 bis 45 Minuten und wird zwei- bis dreimal wöchentlich durchgeführt. Bei jeder Therapiesitzung werden die fraglichen Zonen erneut auf ihre Behandlungsbedürftigkeit geprüft. Nach der Sitzung verspürt der Patient oft eine deutliche Besserung der Symptomatik. Weitere typische Effekte sind eine vermehrte Ausscheidung und eine Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens.

 

Befunderhebung

Die Befunderhebung wird während des ersten Behandlungstermins durchgeführt. Der Patient liegt dabei mit erhöhtem Oberkörper auf einer bequemen Liege und hält Blickkontakt zum Therapeuten. Dieser übt Druck auf die Reflexpunkte aus, um festzustellen, ob sie schmerzhaft reagieren und der Behandlung bedürfen. Darüber hinaus wird der Fuss auf Fehlformungen des Quer-, Längs- und Diagonalgewölbes sowie auf Veränderungen der Haut und der Nägel (z.B. Pilzerkrankungen, Verfärbungen oder Hühneraugen) untersucht.

 

Anwendungsgebiete der Fussreflexzonentherapie

Die Anwendungsgebiete der Fussreflexzonentherapie sind so vielfältig, dass hier nur eine kurze Auswahl aufgezeigt werden kann. Zu den Krankheitsbildern, für deren Behandlung eine Reflexzonenmassage infrage kommt, gehören unter anderem:

  • Blasenentzündung
  • Bronchitis
  • Gastritis
  • Hämorrhoiden
  • Heuschnupfen
  • Hörsturz
  • Lebererkrankungen
  • Nebenhöhlenentzündung
  • Sterilität
  • Wechseljahrbeschwerden

 

Ferner eignet sich die Fussreflexzonenmassage auch zur Therapie von Verstopfung, Neurodermitis, Menstruationsbeschwerden, Schlafstörungen und Schwindel. Behandlungserfolge werden ausserdem bei Patienten mit Zervikalsyndrom (eine schmerzhafte Störung der Halswirbelsäule) und Nesselsucht erzielt.

 
Wann sollte von einer Fussreflexzonentherapie abgesehen werden?

Bei akuten Entzündungen, die das Lymph- und Venensystem betreffen, sowie bei Psychosen und Infektionserkrankungen sollte auf die Fussreflexzonentherapie verzichtet werden. Weitere Kontraindikationen sind eine Risikoschwangerschaft und Erkrankungen des Fusses. Hier sind vor allem akute rheumatische Erkrankungen, Morbus Sudeck, generalisierte Mykose (Fusspilzbefall) und Gangrän (ein schlecht heilender Gewebeschaden) zu nennen.

Die Fussreflexzonentherapie wird seit langer Zeit in vielen Berner Massageinstituten und in nahezu jeder Praxis für Krankengymnastik erfolgreich durchgeführt. Unerwünschte Nebenwirkungen sind bei Beachtung der oben erwähnten Kontraindikationen nicht zu befürchten; wie bei der Craniosacral Therapie kann jedoch vorübergehend eine Erstverschlimmerung des Gesundheitszustands eintreten.

             

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