Springt bei einer Massage in Bern die Krankenkasse ein?

Die Frage, ob die Kosten für eine Massage in Bern von der Krankenkasse übernommen werden, ist für die meisten Patienten von enormer Bedeutung. Die Preise für eine klassische Massage liegen in Praxen, deren Tarife sich nach der Tabelle des VDMS (Verband der Medizinischen Masseure Schweiz) richten, zwischen 60 und 120 CHF pro Sitzung. Für eine Serie von sechs Behandlungen werden somit zwischen 360 und 720 CHF fällig.

Damit eine Massage in Bern über die Krankenkasse abgerechnet werden kann, ist eine Zusatzversicherung vonnöten. Da es sich bei einer Massage um eine komplementäre Therapiemassnahme handelt, reicht die Grundversicherung zur Deckung der Kosten nicht aus. Der Patient muss vor Beginn der Behandlung eine ärztliche Verordnung vorlegen – ansonsten müssen die Kosten selbst getragen werden.

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Nicht immer kommt die Zusatzversicherung für den vollen Rechnungsbetrag auf. Erfahrungsgemäss beteiligen sich jedoch die meisten Versicherungen mit einem gewissen Betrag an Behandlungen wie der manuellen Lymphdrainage, der Craniosacraltherapie und der Fussreflexzonenmassage. Auch bei der medizinischen Massage erstatten die meisten Versicherer einen Teil der Kosten.

 

Bei Zusatzversicherungen gibt es keinen Aufnahmezwang

Es sollte beachtet werden, dass die Krankenkassen bei der Zusatzversicherung keinem Aufnahmezwang unterliegen. Dies bedeutet, dass Aufnahmeanträge abgelehnt werden können. Es ist ausserdem möglich, dass Anträge mit einem Vorbehalt versehen werden, wenn die Versicherung den Antragsteller als Risikopatienten einstuft.

Der Vorbehalt kann zeitlich befristetet oder auch unbefristet sein. Nimmt man Leistungen aus dem betreffenden Versicherungszweig in Anspruch, werden die Kosten für die Massage in Bern nicht von der Krankenkasse übernommen. Vorsicht: Die Kassen haben das Recht, auch nachträglich Vorbehalte anzubringen – dann nämlich, wenn jemand beim Ausfüllen des Antrags unvollständige oder falsche Angaben gemacht hat.

Hat man bereits eine Zusatzversicherung und möchte zu einem anderen Versicherungsträger wechseln, sollte die bestehende Zusatzversicherung erst dann gekündigt werden, wenn die Bestätigung für die Aufnahme in die neue Kasse vorliegt. Ansonsten kann es aus den oben genannten Gründen sein, dass die Kosten für Massagen in Bern nicht von der Krankenkasse getragen werden.

 

Langsam setzt bei den Versicherern ein Umdenken ein

Wie Yoga, Homöopathie und Akupunktur fallen auch Massagen in den Bereich der begleitenden Therapien. Es besteht jedoch durchaus die Möglichkeit, dass sich die diesbezügliche Politik der Krankenkassen schon bald ändern wird. Alternativmedizinische Behandlungen sind nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit auf dem Vormarsch. Schon heute gehen mehr als 10 Prozent der Schweizer regelmässig zur Massage, und es werden jährlich mehr.

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Bisher wurde häufig das Argument der fehlenden wissenschaftlichen Anerkennung ins Feld geführt, wenn es um die Übernahme der Kosten ging. Langsam, aber sicher setzt in dieser Frage ein Umdenken ein: Viele Verantwortliche in den Versicherungen sind inzwischen offen für alternative Therapiekonzepte, sodass es durchaus denkbar ist, dass in einigen Jahren jede Massage in Bern von der Krankenkasse bezahlt wird.

Eines steht jedenfalls fest: Die Wirtschaftlichkeit, die für die Krankenkassen nach wie vor den wichtigsten Aspekt bei der Übernahme von Behandlungskosten darstellt, ist bei Massagen allemal gegeben. Insbesondere bei chronischen Krankheiten wie Rückenschmerzen und Wirbelsäulenarthrose bewirken Massagebehandlungen eine deutliche Besserung des Zustands, sodass der Patient schneller wieder arbeitsfähig ist.

             

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