Der Triathlon gilt mit einigem Recht als eine der härtesten Sportarten überhaupt. Mehrere Kilometer schwimmen, danach 100 km radfahren und zum Abschluss einen Halbmarathon laufen – dieses Pensum stellt hohe Ansprüche an den Körper. Aus diesem Grund gehören Triathleten bei vielen Massagestudios zu den Stammkunden. Doch nutzen Massagebehandlungen wirklich etwas? Und wenn ja, welche Behandlungsform ist dann die beste? Lesen Sie weiter, um mehr über dieses Thema zu erfahren.

Eine kräftige Massage vor dem Rennen wirkt Wunder 

Vor dem Wettkampf kann ruhig etwas härter hingelangt werden. Wenn der Masseur die Beine des Athleten intensiv durchknetet, führt dies dazu, dass sich die Muskeln schneller aufwärmen. Ob man einige Stunden vor dem Rennen eine komplette Sportmassage benötigt, ist dagegen eine andere Frage. Manche Athleten haben es lieber, wenn die Massage nicht allzu lange dauert und sie die Zeit bis zum Startschuss nutzen können, um in sich zu gehen. Für andere ist ein langer Besuch beim Masseur dagegen ein Ritual, ohne das sie nicht auskommen. 

Massagen im Trainingslager 

Im Spitzensport ist es üblich, vor wichtigen Events oder zu Beginn einer Wettkampfserie ein Trainingslager zu absolvieren – so auch im Bereich des Triathlons. Die meisten Sportler zieht es in hochgelegene Regionen, da dort optimale Trainingsbedingungen vorherrschen. Sofern die entsprechenden Geldmittel vorhanden sind, werden die Athleten von einem Physiotherapeuten begleitet und während der gesamten Dauer des Aufenthalts professionell betreut. 

Egal, wo die Zelte aufgeschlagen werden: Die Massagen müssen stets an das absolvierte Trainingsprogramm angepasst werden. Fasst der Masseur die Sportler zu hart an, kann es leicht passieren, dass die ohnehin malträtierten Muskeln zusätzlich strapaziert werden. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass Massagen im Trainingslager fast immer eine positive Wirkung haben. 

Leichtes Ausstreichen: Ideal nach einem harten Wettkampf 

Nach einem kräftezehrenden Triathlon zur Sportmassage – dies ist keine gute Idee, da diese Art der Behandlung den Körper zusätzlich belasten würde. Nach einem harten Wettkampf genügt in der Regel ein leichtes Ausstreichen, um die Beine und den Rest des geschundenen Körpers wieder auf Vordermann zu bringen. Dass man nach dem Wettkampf einen Cool-Down einlegen sollte, um die Muskeln zu entsäuern, versteht sich beim Triathlon von selbst.

Auch nach einem anstrengenden Training ist eine leichte Massage sinnvoll. Im normalen Trainingsbetrieb verzichten allerdings viele Triathleten auf den Gang zum Masseur, da ihr schmales Budget ihnen einen Strich durch die Rechnung macht. Es ist jedoch eine gute Idee, wenigstens ab und an ein Massagestudio aufzusuchen – so gönnt man dem strapazierten Körper ein wenig Erholung und verkürzt die Regenerationszeiten.

Selbstmassage: Sinnvoll oder nicht?

Wenn gerade kein Masseur verfügbar ist, gibt es immer noch die Möglichkeit, sich selbst zu massieren. Triathleten setzen dabei gerne Hilfsmittel wie Walzen, Igelbälle und Plastikrollen ein. Auch die sogenannte Blackroll, eine 120 Gramm schwere Massagerolle mit einer Belastbarkeit von beachtlichen 150 kg, ist in der Szene sehr beliebt. Von allen genannten Hilfsmitteln ist die Blackroll das mit Abstand effizienteste – vor allem deshalb, weil hiermit auch Verklebungen im Bindegewebe (Faszien) gelöst werden können.

Dass sich bei einer Selbstmassage der erwünschte Erholungseffekt einstellt, darf indes bezweifelt werden. Das Hauptproblem bei der Eigenbehandlung ist, dass man selbst aktiv werden muss und sich während der Massage nicht ausruhen kann. Ein weiterer Knackpunkt: Da man nicht über die nötige Erfahrung verfügt, ist es oftmals sehr schwierig, die neuralgischen Punkte zu erwischen. Letztlich kann kein noch so hochwertiges Tool die Expertise eines ausgebildeten Masseurs ersetzen.

 

 

 

             

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