Manchmal kommt es anders als man denkt

Manchmal kommt es anders als man denkt

Voll motiviert und mit gutem Gefühl fuhren wir nach Aix-en-Provence, wo am Sonntag 3. Mai der langersehnte Saisonstart mit dem Ironman 70.3 Pays d’Aix losging. Vor drei Wochen waren wir noch in Fuerteventura im Trainingslager. Die Vorbereitungen verliefen sehr gut und ich fühlte mich startbereit. Sonntag um 5:00 Uhr klingelte der Wecker. Lauter Nervosität konnte ich kaum schlafen. Das gehört ja wohl dazu! Beim Start angekommen, hatten wir noch Zeit die Wechselzone einzurichten. Für ein kurzes Einschwimmen reichte es auch noch. Zwar war das Wasser knappe 16 Grad warm (kalt), aber ich fühlte mich wirklich gut in Form. Um 7:40 Uhr dann der Startschuss. Vom Land aus mussten wir ins Wasser rennen. Ein richtiges Gerangel gab es unter den Frauen. Hier eine Kopfnuss und einen Ellenbogen im Gesicht und da wieder ein Schlag auf die Füsse. Kaum ein paar Meter geschwommen überkamen mich Bauchkrämpfe. Zuerst dachte ich, es sei wegen der Nervosität. Leider nein…. Ich versuchte so locker wie möglich zu schwimmen ohne fester Anstrengung, damit die Krämpfe weg gingen. Keine Chance… Zwei Mal musste ich mich während dem Schwimmen übergeben. Kampflos aufgeben, das gibt es nicht. Also locker weiterschwimmen und nichts anmerken lassen. Beim Wasserausstieg war es mir dermassen schwindelig, dass ich mich bei einem Helfer abstützen musste. Ohne zu viel Gedanken an das Schwimmen zu verschwenden, lief ich in die Bike Wechselzone. Umziehen und ab auf die Velostrecke. Aus den Beinen kam aber nicht viel. Diese fühlten sich nur leer an. Eigentlich sollte ich etwas essen um Energie zu tanken. Aber schon nur bei dem Gedanke wurde es mir wieder schlecht. Bei Kilometer 30 kam endlich die erste Verpflegungsstation. Zum Glück gab es Bananen. Das war meine Rettung. Nach dem ging es mir einigermassen besser. Bei jeder Verpflegungsstation nahm ich dann Bananen zu mir. Das war auch gerade alles, was ich an Nahrung zu mir nahm. Besser als gar nichts! Die Velostrecke war nicht ohne. Wunder schön, aber auch schön hügelig. Das zehrte an der Energie und noch erst, ohne richtiger Verpflegung. Nach 90km war es endlich geschafft. Rein in die Wechselzone und los ging es auf die bevorstehenden 4 Laufrunden à 5.5km. Kaum los gerannt überkamen mich wieder die Bauchkrämpfe. Ich versuchte so locker wie möglich zu laufen. Immer wieder kamen die Bauchkrämpfe. Eine kurze Pause brach auch nichts. Beim Verpflegungsposten versuchte ich es mit Wasser, da ich eh schon viel zu wenig getrunken habe. Das war das Ende! Nach dem Wasser war es noch schlimmer. Ich hatte gar keine Kraft mehr weiter zu laufen. Immer wieder Krämpfe…. Schweren Herzens habe ich nach der ersten Runde aufgegeben. Die Kraft reichte nicht mehr zum Kämpfen. So habe ich mir den Saisonstart nicht vorgestellt!!! Da sich noch andere mit Magen-Darmprobleme herum schlugen, lag es wohl am Essen oder das Seewasser war nicht toll.

 

Jetzt versuche ich dies zu vergessen und schaue nach vorne. Der nächste Start ist in einem Monat in Rapperswil. Es kann nur noch besser werden.

Verbessern der Radfahr- und Laufleistung bei Triat...
FMS - denkt auch mal kritisch darüber !
 

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