Winterthur Halbmarathon

Winterthur Halbmarathon

Mein Ziel in Winterthur war es, für einmal nicht zu schnell loszulaufen. Denn quantitativ gesehen kann ich mit meinen bisher absolvierten Laufkilometern nicht gerade prahlen, deshalb hatte ich eigentlich vor, dass Rennen passiv angehen zu lassen und mit einer Pace von ca. 4:20 min/km zu starten. "21.1km sind zu lange, um zu leiden!", dachte ich mir noch hinter der Startlinie. Aber die Welten vor und hinter der Startlinie sind wohl zwei verschiedene. Denn als die erste Frau mit 3:40 min/km an mir vorbeirauschte, dachte ich, nicht schon in den ersten Minuten klein beigeben zu können. "Die wird dann sicher noch langsamer, erst mal dranbleiben!". Gedacht, getan. Nach 2km drosselte ich die Geschwindigkeit und meine Mitstreiterin ebenfalls, ich konnte mich ein wenig distanzieren. Doch dann kam die nun Führende mit einem beachtlichen Tempo und überholte uns - ich wusste, dass ich da nicht mitlaufen durfte. Bald lief sie ca. 50m vor mir und ich hatte sie immer gut im Blickfeld, weil das Führungsbike neben ihr fuhr. Ich selber wollte mich möglichst nicht aus dem Konzept bringen lassen und lief mein Tempo weiter, bis mich eine Frau überholen wollte. Ich sah und hörte ihr an, dass sie wahrscheinlich am Limit läuft und entschied mich deshalb, ein wenig Tempo zu machen und mitzulaufen. Ich blieb also stets direkt hinter oder neben ihr und versuchte, mitzuhalten. Als es ein erstes mal ein wenig steiler wurde, versuchte sie, das Tempo noch einmal zu verschärfen und ich ging kurz mit, sagte mir aber, dass spätestens wenns wieder bergab geht, Schluss sei. Zum Glück war dann auch bei ihr die Puste raus und sie liess mich ab da ziehen. Zwischen km 7 und 15 geschah nichts Spezielles. Ich liess mich von einem Mann "ziehen", der schön gleichmässig lief. Dann spürte ich plötzlich, dass das Laufen ein wenig harziger vonstatten ging. Und, dass die Strecke bergauf verlief - was ich gar nicht mag. Zum Glück gings dann naturgemäss auch wieder runter und ich konnte es rollen lassen. Bei km 18 sah ich, dass von hinten eine schnelle Frau kam. Livia Hofer, auch aus Liebefeld und ein paar Jahre jünger als ich, zeigte sich gar nicht zögerlich und schlug eine Pace von 3:45 min/km an. Ich ging noch ca. 1.5km mit, merkte aber bald, dass dies ein Zwick zu schnell war und so kam Livia schlussendlich 20 Sekunden früher ins Ziel. Mit einer Zeit von 1:25:29 und dem 3. Rang Overall und 2. Rang in meiner Alterskategorie war und bin ich aber mehr als zufrieden. Meinen letzten Halbmarathon lief ich im Jahr 2012 in 1:38:48 und erhoffte mir nun eine Zeit zwischen 1:30 und 1:35. Ziel also mehr als erreicht und nun hoffe ich, dass ich mich bis am Sonntag in Rapperswil (Ironman 70.3) noch ein wenig erholen kann.

Verbessern der Radfahr- und Laufleistung bei Triat...
FMS - denkt auch mal kritisch darüber !
 

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