Einführung Elektrotherapie

Gerade im Sportbereich ist die Elektrotherapie eine nicht wegzudenkende Behandlungsmethode.
Die primäre Wirkung beruht auf einer Verschiebung der Ionenkonzentration. Die elektrochemische Konzentration im Gewebe wird dabei verändert.

Es gibt verschiedene Reizformen die in der Impulsform und Stromrichtung unterschieden werden. Reizung durch Gleichstrom
dämpft die Schmerzrezeptoren wobei die Wirkung nach oder während der Behandlung einsetzt. In der Behandlung ist ein Kribbeln zu spüren.

Einige der wichtigsten Stromformen in der (Sport)behandlung möchten wir in der Folge kurz erläutern:

Niederfrequente (Impuls) Ströme

Galvanischer Strom

Gleichbleibender konstanter Strom, der primär eine erhebliche Mehrdurchblutung der Haut und Organe erzeugt, was auf die elektrochemische Reaktion wie auch die Aktivierung der vasoaktiven Stoffe zurückzuführen ist. Wichtig ist, dass die Behandlungsdauer dabei über 25 Minuten beträgt.

Wird häufig zur Iontophorese, einer Medikamentenbehandlung mit Strom, verwendet.

Indikationen:
•    Stressfraktur (nach Akutphase)

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Diadynamischer Strom

Gleichstromimpulse werden zusammen mit einem konstanten Gleichstrom verabreicht. Damit kann eine Steigerung und Herabsetzung des Muskeltonus und unter der Kathode eine schmerzstillende Wirkung erzielt werden. Ausserdem ist dieser Strom resorptionsfördernd. Es können also Hämatome damit gezielt verringert werden.

Indikationen:
•    Hämatome
•    Muskelprellung
•    Muskelkater
•    Muskelzerrungen
•    Muskelfaserriss (nach der Akutphase)
•    Myogelosen
•    Tendopathie
•    Tendovagitis
•    Brustiden
•    Arthrose
•    usw.

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Hochvoltstrom

Kurze Gleichstromimpulse von hoher Spannung und Stromstärke werden benutzt, was eine sehr gute Tiefenwirkung ohne Verätzungsgefahr bewirkt. Einzelimpulse führen dabei zur Schmerzlinderung, wo hingegen Doppelimpulse vorwiegend den Stoffwechsel steigern und die Resorption fördern.

Indikationen:
•    Hämatome
•    Muskelkater
•    Brustiden (nach Akutphase)

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TENS


Tens ist eine Stromform welche sich perfekt eignet um dem Patienten mitzugeben, da diese relativ kleine Geräte sind, welche Batteriebetrieben sind. Deswegen sieht man sie auch oft im Einsatz, insbesondere bei chronischen Schmerzen und schmerzhaften Triggerpunkten.

Indikationen:
•    Chron. Arthrose
•    Myogelosen
•    Chondropathie
•    Muskelfaserriss (nach Akutphase)

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Schwellstrom / Neofaradischer Schwellstrom

Um einen Muskel dosierbar zu kontrahieren und eine Verbesserung der Muskeltrophik zu erzielen wird oft ein Schwellstrom eingesetzt. Wobei hier wichtig ist, dass die Behandlungsdauer lange und der Muskel vorgedehnt ist. Ebenso soll um eine Muskelverkürzung zu verhindern, anschliessend gedehnt werden.

Indikationen:
•    Muskelfaserriss (sobald voll belastbar)

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Reizstrom

Der Reizstrom kann in seiner Intensität, seiner Frequenz sowie auch in der Impulscharakteristik stark variieren. Die Hauptwirkung in dieser Stromform ist Verbesserung des Muskelstoffwechsels und Detonisierung. Hervorragend für die Triggerpunktbehandlung oder im Ultrareizstrombereich geeignet. Durch die möglichen hohen Stromstärken auch in der Tiefenwirkung geeignet.

Indikationen:
•    Myogelosen
•    Muskelprellung (nach Akutphase)

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Ultrareizstrom nach Träbert

Dieser Reizstrom ist ein Rechteckstrom mit einer analgesierenden und detonisierenden Wirkung. Er ist optimal für muskuläre Verspannungen und zur Behandlung von schmerzhaften Gelenken.

Indikationen:
•    Arthrose
•    Myogelosen
•    Stressfrakturen

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Mittelfrequente Ströme

Interferenzstrom

In der Sportmedizin ist diese Stromform sehr beliebt, besonders wenn es um schmerzhafte Muskelverletzung geht.
Zwei Mittelfrequenzströme, die voneinander unabhängig sind,  werden dabei mit einem geringen Frequenzunterschied überlagert. Dabei entsteht am Schnittpunkt der Ströme ein neuer niederfrequentierter Strom, welcher erst im Inneren des Gewebes wirkt.
Nahe zu jedem Schmerzsyndrom, das mit einer Muskelverletzung auftritt, kann damit behandelt werden. Insbesondere weil hier Metallimplantate keine Kontraindikationen sind. Jedoch hilft es bei Schmerzen ohne pathalogischen Hintergrund wenig.

Indikationen:
•    Muskelkater
•    Muskelzerrung
•    Muskelfaserriss

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Mittelfrequenzstrom

In erster Linie werden Muskelverletzungen mit diesem Strom behandelt.
Verschiedene Stromarten stehen Dabei zur Verfügung und können die Muskelfaser direkt reizen jedoch ist die schmerzhemmende Wirkung dabei gering.

Indikationen:
•    Muskelprellung
•    Muskelzerrung
•    Muskelfaserriss ( Nach Akutphase)

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Hochfrequente Stromformen:

Ultraschall US

In der Sporttherapie sehr beliebt ist der Ultraschall, ein Gerät, welches mit Schallwellen im Hochfrequenzbereich arbeitet, was zu einer Mikromassage des Gewebes führt. Da die Schallwellen in die Tiefe gehen, können so auch tiefere Gewebestrukturen behandelt werden. Weil man es mit anderen Stromformen gut kombinieren kann, ist in der Sporttherapie der Ultraschall eines der beliebtesten Elektrogeräte.
Die Dosierung des US richtet sich nach der Art und Tiefe der zu beschallenden Struktur, wobei die Applikazionszeit in der Regel zwischen 5-10 Minuten beträgt
Nach verschiedensten Literaturen ist dabei auch eine Anwendung bei Metallimplantaten möglich, jedoch darf nicht am Gewebe in der Nähe eines Herzschrittmachers gearbeitet werden.
Im Gegensatz zu den meisten Elektrotherapien gibt es beim Ultraschall eine Schwingung im Gewebe, sowie  je  nach Intensität und Art (Kontinuierlich/Impuls) auch eine leichte Erwärmung.
Meistens wird heute intermentierend (Impuls) gearbeitet, da hier die unerwünschten Wirkungen weniger auftreten. Insbesondere in der Nähe von Knochen ist die Dosierung und Beschallungsart wichtig, da es sonst schnell zu einem unangenehmen Knochenhautreiz(Periost) kommen kann und genau in deren Nähe ist Ultraschall besonders wirkungsvoll. Behandlungen von Periost, der Gelenkknorpelreizungen oder auch des Sehenansatzes können gut mit US behandelt werden. In der Sporttherapie ist ausserdem die Schmerzlinderung und Entspannung durch Lockerung eines Hypertonen Muskels von grosser Bedeutung.

Indikationen:
•    Arthrose
•    Chrondropathie
•    Myogelosen

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Weitere Elektrotherapie Formen

Iontophorese  / Sonophorese

In der Intophorese wird über Gleichstrom (Galvanischer Strom) ionisierende Medikamente durch die Haut hindurch transportiert. Dadurch kann ein Medikamentendepot angelegt werden und das Medikament gezielt in die verletzten Strukturen transportiert werden
Wichtig ist hierbei, dass man die Polarisation des Medikamentes weiss und entsprechend die Anlage aufbaut.
In der Sonophorese geschieht im Prinzip dasselbe, jedoch über eine Ultraschall Anwendung anstelle des Gleichstromes.
Wieviel des Medikaments durch die Haut dank des Stroms / US wirklich genau in den Körper gelangt weiss man noch nicht.
Besonders chronische oder hartnäckige Störungen können mit dieser Methode behandelt werden.

Indikationen:
•    Entzündungen

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Pulsierende Signal Therapie PST

In unseren Gelenken sind winzige Spannungspotentiale vorhanden und mit PST können deshalb Magnetimpulse von unterschiedlicher Stärke und Intensität im Gelenk erzeugt werden.
Dadurch kann man bei einer Verletzung oder Ruhigstellung die Belastung im Gelenk stimulieren wodurch besonders die Knorpel einen Wachstumsreiz bekommen.
Sehnen wie auch Bandverletzungen aber auch degenerative Gelenkserkrankungen werden hervorragend damit behandelt.

Indikationen:
•    Chondropathie
•    Arthrose

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Lasertherapie

Mit den Punktlasern und Flächenlasern, welche meist auf Infrarotbasis laufen, können Gebiete bis zu einer Tiefe von 4-5cm unter der Haut behandelt werden. 
Vor allem der Stoffwechsel wird mit Anregung des Fibroblastenwachstums stark verstärkt. Dabei können gerade bei akuten Beschwerden auch dank der schmerzhemmenden Wirkung erstaunliche Ergebnisse erzielt werden da nicht zuletzt auch Entzündungen und Ödeme verringert werden.

Indikationen:
•    Arthrose
•    Hämatome
•    Entzündungen
•    Bursitiden
•    Muskelfaserriss
•    Muskelzerrung

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